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Überfachliche Kompetenzen

Österreich ist ein Land, dessen wirtschaftliche Stärken mehr und mehr im Wissenssektor liegen. Bildung ist unverzichtbar für sozialen Ausgleich sowie der Schlüssel zum Arbeitsmarkt. Wissen kann nur nutzen, wer Orientierung und Urteilsfähigkeit erworben und in einer Welt raschen Wandels innere Sicherheit hat, wer Veränderungen nicht nur standhält sondern diese auch kreativ mitgestaltet. Sichere Bindungen, tragfähige Beziehungen, soziale Verantwortung und kritische Reflexivität sind von entscheidender Bedeutung. Den überfachlichen Kompetenzen widmet der Nationale Bildungsbericht ein ganzes Kapitel.

Auch heute ist – in Anlehnung an Wilhelm von Humboldt – davon auszugehen, dass jedes Verständnis von Bildung Beziehungen und Verhältnisse zur Sprache bringt, die Menschen zu sich selbst, zu ihren Mitmenschen und zur Welt als Gesamtes eingehen. Aktuelle Forschungsergebnisse belegen: Bildung braucht Beziehung. Selbstkompetenz muss gestärkt werden, damit sich unterschiedliche Begabungen entfalten können. Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hängt im schulischen Kontext maßgeblich von der Qualität der Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Schüler/inne/n und den Schüler/innen unter einander ab.

Es ist ein explizites Ziel von Schule, dass die überfachlichen Kompetenzen von Schüler/inne/n im Rahmen aller Unterrichtsfächer weiterentwickelt werden. Das Schulorganisationsgesetz regelt dies in §2:

„Die überfachlichen Kompetenzen betreffen Bildungsziele, die über die Kernkompetenzen, die in einzelnen Unterrichtsfächern vermittelt werden sollen, hinausgehen, und die in der österreichische Schulen von besonderer Bedeutung sind.“

Mehr zum Thema überfachliche Kompetenzen: http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/uek/index.xml

Im Hinblick auf die personbezogenen überfachlichen Kompetenzen widmet sich ÖZEPS derzeitfolgenden Vorhaben:

Entwicklung eines Konzepts, die personbezogenen überfachlichen Kompetenzen von Pädagog/innen betreffend. Das vorliegende Ergebnis, ein dynamisches Grundlagenpapier, liegt in der ersten Version als Anregung für Curricula – Entwickler/innen vor. Es berücksichtigt weitgehend den aktuellen Forschungsstand und basiert auf den Erfahrungen konkreter Entwicklungsarbeit im Bereich der Selbst-, Sozial- und Systemkompetenzen in der Pädagog/inn/enbildung.

ePOP, ein persönlichkeitsorientiertes Portfolio, das Schüler/inne/n der Sekundarstufe II Material zur Weiterentwicklung ihrer personalen und sozialen Kompetenzen bietet. Es wird ab April 2014 als Printversion, online und als App zur Verfügung stehen. Eine Tagung im November 2013 hat bereits Einblicke gegeben.

Der Qualität der Fächer in den unterschiedlichen Schularten, die die Weiterentwicklung personaler und sozialer Kompetenzen zum Ziel haben. Hier ein Impuls der berufsbildenden Schulen: „Die Bedeutung, die dem Erwerb personenbezogener Kompetenzen zukommt, ist unbestritten: Kompetenzen wie das Übernehmen von sozialer Verantwortung, das Vermögen ergebnisorientiert und motiviert einen Arbeitsprozess (mit) zu gestalten, die Sensibilität mit Konflikten lösungsorientiert und selbstkontrolliert umgehen zu können, der Überblick Aufgaben systematisch entwickeln, umsetzen und Vernetzungen mit anderen Situationen herstellen zu können …“ 

 ÖZEPS Veranstaltungen im Jahr 2014 u.a.: