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Neue Materialien zu Gewalt- und Mobbingprävention

Gewalt und Mobbing sind in all ihren Erscheinungsformen abzulehnen, darin besteht Einigkeit. Die zentrale Frage, der in der Handreichung nachgegangen wird, ist:
Wie kann am Standort, in den Klassen dauerhaft und konsequent präventiv gewirkt werden?

Nachhaltige Prävention von Gewalt kommt nicht von außen – von dort kann sie angestoßen, inspiriert und begleitet werden. Die Schulleitung und die Lehrer/innen nehmen eine zentrale Rolle im Sinne einer Vorbildwirkung, des Vorlebens ein. Bildung kann nur angeeignet werden, wenn ein angst- und gewaltfreier Raum geschaffen wird. Ohne Verbindlichkeit im Sinne eines (Schul-)Leitbilds, ohne Regeln, Konsequenzen und Vereinbarungen geht es nicht. Besonders wichtig ist eine klar strukturierte und transparente Vorgehensweise zur Prävention und bei Verdacht auf Gewalt oder Mobbing. Es geht darum, Halt zu sagen und Halt zu geben, Verantwortung zu übernehmen. Außer Zweifel steht auch – und das belegen viele Studien – Selbst- und Sozialkompetenz sind die Grundlage gewalt- und mobbingpräventiver Arbeit in Schule und Gesellschaft.

Bewusst gestaltete Lern- und Lehrbeziehungen brauchen Zeit, ein klares Bekenntnis auch gegen subtile Formen von Gewalt sowie die Unterstützung der Schulleitung und die Förderung seitens der übergeordneten Bildungsinstitutionen und politischer Entscheidungsträger/innen.

Gewalt- und Mobbingprävention ist ein Prozess, der mit Sensibilisierungsmaßnahmen auf allen Ebenen beginnt und über die Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen, einer Kooperations- und Vereinbarungskultur bis hin zu strukturellen Maßnahmen an Schulen reicht. Kurz gesagt: Es geht um standortspezifische Schulentwicklung mit einer angemessenen Professionalisierung von Pädagog/innen und Unterstützung der (dauerhaft) handelnden Personen Vorort.

Das BMBWF setzt mit der nationalen Strategie schulischer Gewaltprävention zahlreiche Maßnahmen.
Das Bundeszentrum ÖZEPS trägt mit umfassenden Aktivitäten zur Sensibilisierung bezüglich der Gefahren durch Mobbing an Schulen bei. Handlungsoptionen werden sichtbar gemacht.